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Das tapfere Schneiderlein

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Wir haben im letzen Unterricht Themen aus drei Märchen besprochen. Die bestimmten Märchen sind Rotkäppchen, Rapzunzel und Das tapfere Schneiderlein. Ich möchte in diesem Beitrag Das tapfere Schneiderlein zu interpretieren. Dieses Märchen ist offensichtlich über die Abenteuer eines Schneiderleins, die ihn vom Tellerwäschen zum Herrn des Königreiches leiten. Das Märchen fängt im Arbeitszimmer des Schneiderleins an, wo es sieben Fliegen auf einen Streich totschlägt. Das Schneiderlein ist so stolz darauf, dass er entschied, dass die ganze Stadt seinen Erfolg erfahren soll. Es macht deshalb einen Gürtel und stickte daran die Wörter „Sieben auf einen Streich“. Das Schneiderlein geht in die Welt hinaus, weil es glaubt, dass es größere und bessere Täten mit seiner Tapferkeit in der Welt schaffen kann. Kurz danach trifft es einen Riesen auf dem Weg. Der Riese sieht den Gürtel und glaubt, dass die totgeschlagenen „Sieben“ Menschen wären und er will dies durch einige Stärketäten prüfen, weil das Schneiderlein ihm wie ein schwacher Kerl aussieht. Das Schneiderlein täuscht den Riesen viermal, weil es tapfer ist und weil der Riese überhaupt nicht klug ist. Man würde denken, dass der Riese Respekt vor dem kleinen Schneiderlein hätte, aber das war nicht so. Der Riese lädt den Kerl zu seiner Höhle, wo es noch mehr Riesen gibt. Der kleine Mann muss bei den Riesen übernachten und während der Nacht versucht der erste Riese das Schneiderlein im Schlaf zu töten. Der Riese zerstört das große Bett, auf dem das Schneiderlein schlafen sollen hätte, aber das Schneiderlein kroch vorher in eine Ecke, weil das Bett zu groß für ihn war. Es wurde deswegen geschutzt. Die Riesen treffen es später im folgenden Tag und erschrecken, denn sie denken, dass das Schneiderlein sie zu töten versuchen würde. Das tapfere Schneiderlein reist in ein Königreich, wo es in die Dienst des Königs tritt. Die

Kriegsleute des Königs hatte Angst vor ihm und wollen nicht mehr wegen ihm den König dienen (diese Leute waren auch sehr treu). Der König will nicht seine treue Diener verlieren, deshalb gibt er dem Schneiderlein noch drei Prüfungen, damit er es loswerden dürfte. Es tötet zwei Riesen im Wald und fängt beide ein Einhorn und ein großes Schwein ein, die großen Schaden angerichtet in der Nähe haben. Am Ende muss der König ihm seine Tochter, die Prinzessin, als Frau und das halbe Königreich geben, weil er das ihm versprochen hat. Der König versucht das Schneiderlein noch einmal loszuwerden, aber die Männer, die er schickt, haben so viel Furcht vor ihm, dass sie die Tat nicht schaffen können. Das Märchen sagt am Ende „Also war und blieb das Schneiderlein sein Lebtag ein König.“.

Ich finde, dass dieses Märchen einem Kind eine mächtige Lehre geben kann. Obwohl das Schneiderlein viel Glück hat, hat er auch seine Tapferkeit und er kann deswegen alles Mögliche damit machen. Kinder, die dieses Märchen lesen, werden unterrichtet, dass sie alles schaffen können, wenn sie nur Mut und Tapferheit besitzen. Dieses Selbstvertrauen ist sehr wichtig für das Leben eines Kindes und sogar für das Leben eines Erwachsenen. Wir haben eigentlich über Walt Disney im Unterricht gesprochen, der, wie das Schneiderlein im Märchen, gegen die Riesen seiner Zeit kämpfte, um etwas aus sich zu machen. Er war auch ein kleiner Kerl und wurde auch auf einer Art und Weise ein König wegen seiner Arbeit. Ohne Selbstvertrauen ist das Leben eines Menschen wirklich traurig, weil man einfach nichts machen kann, weil man sich vor Misserfolg fürchtet. Die erfolgsten Menschen in der Geschichte haben wie wir heute Fehler gemacht, aber sie machten weiter und nie aufgaben. So müssen auch diese heutige Generation machen, wenn sie erfolgreich werden wollen und dieses Märchen kann ihr die Ermutigung dafür geben.

Hier ist ein Link zur Disney Version: https://www.youtube.com/watch?v=f76pia4LIPw

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Bibliographie

Grimms Märchen – Grimm’s Fairytales. Ed. Willy Schumann. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, Insel Verlag, 1982. 59–68 Print.

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Schneewittchen und Aschenputtel

achen schee  Im letzen Unterricht haben wir Schneewittchen und Aschenputtel besprochen. Ich habe eigentlich eine Version von Schnweewittchen am Gymnasium gelesen, und ich erinnere mich immer an die Art, durch die die böse Stiefmutter starb: sie tantzt in glühenden Eisenschuhen bis tod zur Erde fällt. Wirklich ein gruseliger Tod, aber sie verdient ihn. Zur Interpretation und zum Vergleich!

Ich finde, dass diese Märchen sehr offensichtliche religiöse (d.h. im christlichen Sinn) Bedeutungen haben. Das ist auch, was sie miteinander gemeinsam haben. Aber Schneewittchen zeigt viele Eigenschaften, die vielleicht ihre Ursprung aus der alten paganen Religion haben. Ich spreche hauptsächlich von den sieben Zwergen, aber es gibt noch mehre heidnische Sachen im Märchen. In Aschenputtel sind die meisten Symbole von einer christlichen Ursprung (d.h. die Tauben, die Aschenputtel hilft, die Asche, usw.). Ich muss aber sagen, dass beide Märchen in einer christlichen Perspektive erzählt werden, weil die Hauptreligion des Volkes in Deutschland zu der Zeit einfach Christentum war. Ich erkläre meine Meinung weiter.

Die sieben Zwerge in Schneewittchen sind nicht Figure aus der Christlichen Religion. Zwerge haben ihre mythologische Ursprung mit den Dunkelelfen oder svartálfar in der nordischen Mythologie (es gibt auch „Lichtelfen“, aber sie sind ein bißchen anders). Dunkelelfen wohnen in Svartálfaheimr, eine der neun Welten der nordischen Mythologie, und haben hervorragende Fähigkeiten in Schmieden. Die nordische Götter baten sie einmal in einer Geschichte darum, etwas zu schmieden, was den Wolf Fenrir (ein Sohn des Riesen Lokis) festbinden kann. Sie haben Gleipnir, eine dünne Band, aus solchen Sachen wie der Bart einer Frau, die Wurzeln eines Berges, der Atem eines Fisches, und so weiter. Sie war aber stark genug den Fenriswolf festzubinden (große Bande aus Eisenketten konnten nicht machen). Es macht Sinn, dass die Zwerge unter den Sieben Bergen jeden Tag arbeiten, weil Zwerge schmieden. Das ist halt in ihrer Natur, deswegen brauchen sie Metal, die sie im Bergen finden können. Dise ist aber nur meine Interpretation. Es ist interessant, dass sie nicht böse sind, weil paganische Figure böse in der christlichen Ansicht sind. Es gibt auch Zauber. Also, es gibt Zauber in allen Märchen, aber die Zauber hier wird als etwas Böses dargestellt. Zum Beispiel benutzt die böse Stiefmutter Zauber und das heißt wirklich, dass sie eine Hexe ist, „Sie hatte einen wunderbaren Spiegal, wenn sie vor den trat und sich darin beschaute, sprach sie: Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“ (18 Schumann), „ „Nun aber“ sprach sie, „will ich etwas aussinnen, daß dich zu Grunde richten soll“, und mit Hexenkünsten, die sie verstand, machte sie einen giftigen Kamm.“ (23 Schumann). Es gibt aber noch christliche Eigenschaften, weil die böse Stiefmutter auf einer Art und Weise durch Feuer am Ende bestraft wird. Dies spiegelt die Bestrafung in der Hölle.

Im Vergleich sind die märchenhafte Ereignisse in Aschenputtel mehr wie Taten von Gott. Aschenputtel selbst wird als ein christliches Magd dargestellt, weil sie immer zum Grabe der Mutter geht und betet. Die Mutter sagt auch das sie im Himmel sein will und Aschenputtel beobachten will, „liebes Kind, bleib fromm und gut, so wird dir der Liebe Gott immer beistehen, und ich will vom Himmel auf dich herabblicken und ich will um dich sein.“ (8 Schumann). Deswegen weißt man schon, dass dieses Märchen eine starke christliche Perspektive hat. Man kann das auch sehen in der Situation des Aschenputtels. Es ist ärmlich und arbeitet schwer. Ihre Stiefschwestern sind nicht so, sie sind faul, gierig und stolz. Im Christentum ist Stolzheit eine Sünde und Gott bestraft die Stolzen und erhebt die Ärmlichen, Wir können dies am Ende sehen, wenn die Augen der Schwestern ausgepickt werden und Aschenputtel eine Königin wird. Aschenputtel wird auch von Tauben geholfen und Tauben sind Symbole für Gott und Frieden. Deshalb hat Gott ihm auf einer Art und Weise geholfen.

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Bibliographie

Grimms Märchen – Grimm’s Fairytales. Ed. Willy Schumann. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, Insel Verlag, 1982. 28–32. Print.

Der Froschkönig

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     Im letzen Unterricht haben wir das sehr bekannte Märchen Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich gelesen und besprochen. Wir haben während der Klassenstunde die Interpretation besprochen, dass junge Burschen sich höflich um Mädchen benehmen sollen. Wir sehen dies in dem Frosch, der sich wie ein böses Kind verhält. Zum Beispiel, nachdem die Prinzessin ihm versprach, dass sie sein Geselle werden sollte, wenn er ihre goldene Kugel aus dem Brunnen brächte, nutzt er das Versprechen auf einer Art und Weise aus. Er bittet sie nicht nett, ihr Verprechen zu halten, sondern er befehlt ihr, das zu machen, „Heb mich herauf zu dir“, „nun schieb mir dein goldenes Tellerlein näher, damit wir zusammen essen“, „Ich bin müde, ich will schlafen so gut wie du: heb mich herauf, oder ich sag´s deinem Vater.“ (Schumann 31). Ich find die Drohung des Frosches („oder Ich sag´s deinem Vater.“) interessant, weil sie wie etwas klingt, was ein Kind sagen würde, „Ich sag´s zu Mutti!“.Aber dies hier ist kein Kind, sondern ein „garstiger“ Frosch. Erwachsene Männer würden sich nicht so in der Nähe der Prinzessin benehmen, aber ein Frosch, etwas schwächer und kleiner als ein Mann, macht dies ohne Furcht vor Bestrafung. Deshalb symbolisiert der Frosch ein widerwärtiger Typ. Jungen können auch in den jüngeren Jahren so sich verhalten. Letztendlich wirft die Prinzessin das hässliche Tier vor Zorn an die Wand und er ändert sich in einen freundlichen Königssohn. Dies bedeutet wirklich, dass der Bursche vom Mädchen wegen seiner Unhöflichkeit bestraft wurde und sich verändern muss, um eine Beziehung mit dem Mädchen aufzunehmen.

Der eiserne Heinrich, der am Ende des Märchens ankommt, war eigentlich nicht eine Figur in der ursprünglichen Geschichte. Die Brüder Grimm haben ihn später hinzugefügt, um die politische Umstände ihrer Zeit darzustellen. Zu dieser Zeit fand die französiche Revolution statt, in der das Volk den König verdrängt hat. Es gab irgendwann später so eine Revolution in Deutschland (oder in den kleinen Staaten, die später Deutschland bildeten). Diese Revolution war aber erfolglos und die Monarchie wurde noch einmal hergestellt. Heinrich stellt deshalb die Leute dar, die noch treu zur Monarchie waren (er ist der treue Heinrich! Der Diener seines jungen Herrn, des Königssohns). Aber seine Figur ist noch ein bißchen seltsam. Drei eiserne Bande wurden um sein Herz gelegt, damit es nicht vor Traurigkeit für seinen Herrn zerbricht. Aber während er seinen Herrn ins Königreich zurückbringt, brechen die Bande vor Freud. Ich will wissen, ist er deswegen gestorben? Ist sein Herz explodiert?

Ich finde wirklich, dass diese Interpretation dem Märchen gut passt. In verschiedenen Versionen gibt es diesen Zauberkuss, der den Frosch in einen Königssohn verwandelt. Ich glaube, dass diese Idee die ursprüngliche Bedeutung auf einer Art und Weise verändert. Die Moral ist nicht, dass man sich höflich benehmen soll (besonders mit dem anderen Geschlecht), sondern dass ein Prinz ein Frosch sein könnte, oder in anderen Worten, „Zieh keine voreiligen Schlüsse!“. Das ist ja eine Moral, die man besitzen soll, aber ich glaube auch, dass dieser Zauberkuss täuschend sein kann. Es ist ja gut zu träumen, aber man muss auch manchmal das Heft in die Hand nehmen und etwas machen, nicht warten bis das (fast) Unmögliche passiert, d.h. Frösche küssen, um einen Prinz zu bekommen) Sehen Sie das Bild unten!

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Bibliographie

“Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich.“ Grimms Märchen – Grimm’s Fairytales. Ed. Willy Schumann. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, Insel Verlag, 1982. 28–32. Print.

 

 

Dornröschen

deherWas soll ich über dieses Thema denken? Ich finde, dass Max Lüthis Theorie in seinem Buch Es war einmal der Geschichte sehr gut passt. Lüthi sagt, dass Dornröschen wirklich eine Geschichte des Aufwachsens ist. Der Teil der Geschichte, wenn der Fluch sich erfüllt und Dornröschen sich mit der Spindel stach, symbolisiert für Lüthi die Zeit der Geschlechtsreife (aber vielleicht nicht die Zeit der seelischen Reife). Die Dornen und der hundredjährige Schlaf symbolisieren die Jahre, in denen man ein Teenager ist, weil man oft schüchtern und ängstlich ist und deswegen grenzt man sich von Anderen ab (wie die Dornen Dornröschen von Königssöhnen abgrenzen). Die Errettung von Dornröschen symbolisiert das Alter, in dem man seelisch reif wird und deswegen wird man ein Erwachsener. Ich habe diese Idee noch in meinem Gehirn und das macht es schwer für mich meine eigene Theorie zu entwickeln.

Vielleicht kann ich Fragen stellen und dadurch etwas formulieren. Warum müssen immer die Männer die Prinzessinnen retten? In diesem Märchen sind die männlichen Figuren die Aktiveren. Der König lädt nicht die dreizehnte weise Frau ein und dadurch wird sie verärgert, deswegen gibt sie dem neu geborenen Kind einen Fluch statt eines Segens. Er befehlt kurz danach, dass all die Spindeln im ganzen Königreich zerstört werden sollen, weil das Mädchen im fünfzehnten Lebensjahr sich an der Nadel einer Spindel stechen wird. Nachdem der Fluch sich erfüllt, wird Dornröschen von einem Königssohn gerettet. Dornröschen selbst macht nichts und liegt passiv da, während Sachen ihr passieren. Wir hören auch nichts von ihrer Mutter. Die einzige Frau, die aktiv wird, ist die dreizehnte weise Frau, aber sie macht das nur, weil der König sie nicht einlud. Es sind wirklich die Taten der Männer, die dieses Märchen weiterentwickeln. Das hat ja mit dem Zeitgeist zu tun, weil Frauen zu dieser Zeit aktiv in der Gesellschaft ohne Männer nicht werden konnten. Dies ist aber nur eine Eigenschaft des Märchens, nicht seine ganz Bedeutung.

Man kann Dornröschen als eine Geschichte der Heilung der Seele durch schwere Erfahrungen betrachten. Lüthi bemerkte dies im Buch, aber er hat nicht vieles darüber geschrieben. Ich finde, dass diese Theorie dem Märchen passen kann. Der Moment der Bezauberung, wenn Dornröschen sich sticht, kann vielleicht ein schweres Lebenserreignis, wie z.B. der Tod eines Familienmitglieds. Es kann sein, dass eine Person in dieser Situation sich von anderen Menschen abgrenzt und in ihren eigenen Gedanken und Trauer verloren wird. Die Dornenhecke kann dies auch symbolisieren. Die Seele beginnt sich zu heilen nur nach einer langen Zeit und auch nicht von sich selbst. Der Prinz kommt und wecht Dornröschen auf, deshalb muss einer trauernden Person von Anderen geholfen und getröstet werden, um endlich befreit zu werden. Man macht das einfach nicht alleine.

Dies ist nicht mein Lieblingsmärchen (Ach ja, Sindbad der Seefahrer!), aber es ist berühmt. Der englische Name heißt „Sleeping Beauty“ (schlafende Schönheit) und Disney, wie er immer mit den Märchen macht, hat einen animierten Film darüber erzeugt. Die Böse im film, namens „Maleficent“, bezaubert das Kind, aber sie ist keine Fee/weise Frau und ist wirklich böse. Sie verwandelt sich am Ende in einen Drachen und wird vom Prinzen getötet (warum müssend die Drachen immer getötet werden!). Diese Figur ist viel anders und böser als die nur sehr zornige weise Frau. Es gibt auch einen neuen Film mit Maleficent selbst als die Hauptfigurin. Diesmal ist sie eine mächtige, aber naive, Fee, die böse nur für eine Weile wird, weil der König ihre Flügel abgeschitten hat. Sie ist wirklich kein Bösewicht, aber nicht so leicht zu verärgern wie die weise Frau im Märchen

                  Bibliographie

Dornröschen.“ Grimms Märchen – Grimm’s Fairytales. Ed. Willy Schumann. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, Insel Verlag, 1982. 3 – 7. Print.

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Märchen und die Brüder Grimm

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Märchen. Ich kann mich nicht genau daran erinnern, ob meine Mutti mir viele deutsche Märchen vorgelesen hat, aber ich erinnere mich daran, dass sie mir viele Geschichten erzählt hat. Eine war über diesen Leprechaun (eine Art irischer Kobold), der von einer faulen Bäuerin eingefangen wurde, die sein Gold finden wollte. Jeder weiß, dass Leprechauns sehr knifflig sind und er betrog sie und ging weg. Er sagt in der Erzählung, dass sein Gold unter irgendeinen Kartoffel im Feld der Bauerin versteckte, aber er könnte sich nicht daran erinnern, unter welchem es liegt. Die Bauerin hat alle Kartoffeln hinaufgezogen und es gibt kein Gold. Dazu sagt der Leprechaun, dass das Gold unter irgendeiner Karotte im Karottenfeld sei. Noch einmal gibt es kein Gold. Er macht dies für eine Weile, bis zum Ende des Tages. Ich weiß nicht genau wie er entkommen ist (vielleicht war die Bäuerin zu müde ihn zu stoppen), aber er lief weg. Das interessante Ding ist, dass die faule Bäuerin am Ende des Tages erkannt hat, dass alle ihre Arbeit fertig war. Ich fand das immer lustig. Das ist nur eine bestimmte Erzählung aus meiner Kindheit. Ich habe auch viele Geschichten aus Tausend und einer Nacht gelesen. Die Nächte ist ein Werk, das ich immer gerne lese. Ich erinnere mich an Ali Baba und die vierzig Diebe, Die Abendteuer vom Segler Sinbad  (meine Lieblingsgeschichte aus dem Werk), und auch Andere. Die ursprünglichen Erzählungen wurden auf Arabisch aufgeschrieben (sie waren aber am Anfang mündliche Erzählungen) und ich studiere dieselbe Sprache. Hoffentlich kann ich sie auch auf dieser Sprache irgendwann später lesen. Wirklich können solche Erzählungen überall in der Welt gefunden werden und ich liebe sie.

Wir sprechen aber hier von Märchen, d.h. den deutschen Volksmärchen, die die berühmtesten Erzählungen der westlichen Welt sind. Die Berühmtheit dieser Märchen verdanken wir der lebenslangen Arbeit der Brüder Grimm, die viele deutsche Volksmärchen in ein einziges Werk (Kinder- und Hausmärchen) gesammelt haben. Die zwei Brüder, Jakob und Wilhelm, sind 1785 und 1786 beziehungsweise geboren. Die Beiden sind mit drei Brüdern und einer Schwester in dem Städchen Hanau (in der Nähe von Frankfurt am Main) aufgewachsen. Der Vater der Familie starb 1796 und Jakob, weil er der älteste Junge ist, musste seines Vaters Stelle als Familienoberhaupt übernehmen. Er war nur 11 Jahre alt. Man bemerkte sehr früh, dass die zwei Brüder viele intellektuelle Fähigkeiten besaßen und deswegen erreichten sie viel an der Schule und später in ihrem Leben. Sie studierten später Jura an der Universität Margburg in Hessen (das ist eigentlich etwas, was ihr Vater für sie wünschte, bevor er starb). Die Brüder wurden Mitglieder einer Kunst- und Wissenschaftlergruppe, die die „Heidelberger Romantiker“ hieß. Die romantische Bewegung war eine literarische Bewegung, die die einheimischen deutschen Volkswerke als echte Kunst betrachtete. Diese Bewegung war im Gegensatz zu der hohen Literatur der Oberklasse (d.h. die Beamten des fransösichen Königs und andere reiche Leute). Märchen als Kunst ist deswegen etwas, was die üblichen Leute anzog und etwas, was sie lesen konnten. Die Brüder begannen eigentlich Märchen an der Univeristät zu sammeln und das machten sie immer weiter. Endlich schrieben sie Kinder- und Hausmärchen, ein Buch, das aus vielen ursprünglich mündlichen Volkserzählungen bestand. Während der Schreibprozess wurden die Märchen ihnen erzählt und später wurden grammatische Fehler korrigiert. Manchmal vereinfachten die Brüder die Märchen oder wenn es zwei oder mehr Erzählungen derselber Geschichte gab, wählten sie die Beste (die Erzählung, die ihnen am meisten gefiel). Die Brüder haben auch andere wichtige Sachen in ihrem Leben gemacht. Sie waren Mitglieder der sogenannten „Göttinger Sieben“, die gegen den König des Landes Hanovers protestierten, durch ihr Kündigen ihrer Stellen als Professoren an der Universität Göttingen. Sie dienten später auch als Professoren an der Friedrich-Wilhelm Universität in Berlin. Jakob Grimm schrieb auch Deutsche Grammatik (vielleicht das erste Grammatikbuch der deutschen Sprache) und auch Germanische Mythologie und die Geschichte der Deutschen Sprache. Jakob starb im Jahre 1863 und Wilhelm im Jahre 1859 in Berlin.

Ich weiß nicht genau was mein Lieblingsmärchen aus Kinder- und Hausmärchen ist. Wenn ich eins wählen müsste, würde ich Hans im Glück wählen. Ich find dieses Märchen ein bißchen lustig und wir alle kennen die Handlung. Hans diente seinen Meister seit sieben Jahren lang und für seinen Dienst bekommt er ein schweres Stück Gold als Lohn. Hans geht auf den Weg, zu seiner Mutter zurück. Das Gold ist aber schwer und er tauscht es mit einem Reiter auf dem Weg für sein Pferd, weil es zu schwer für ihn ist. Das Pferd aber ist zu wild für Hans. Deswegen tauscht er es für eine Kuh, damit er Milch und Butter bekommen darf. Die Kuh ist alt und kann nicht ihm Milch geben deshalb tauscht er sie für ein Schwein und so weiter bis er nur einen Wetzstein hat, der am Ende in einen Brunnen fällt. Hans aber geht endlich nach Hause und zu der Mutter und er ist noch fröhlich. Nicht mit weltlischen Sachen beschäftigt zu sein und sich begnügen, mit dem man hat, ist eine sehr gute Eigenschaft. Aber ich glaube noch, dass Hans seine Sachen ein bißchen klüger benutzen sollen hätte.

Ich habe am Gymnasium (d.h. „High School“, es gibt keinen Gymnasium im deutschen Sinn hier in Amerika) Schneewitchen auf Deutsch gelesen. Ich fand dieses Märchen interessant aber noch ein bißchen gruselig. In meinem Land gibt es diesen Stereotyp, dass Märchen immer gruselig sind und das ist wahr auf einer Art und Weise für dieses Märchen. Im Disney-Film „Snow White“ wird Schneewitchen mit dem Apfel vergiftet, aber in der ursprünglichen Geschichte wird sie dreimal fast getötet und es war nur das letzte Mal (der Giftapfel), durch den sie wirklich „tod“ war (bis der Prinz ankommt). Das wirklich gruselige Ding ist die Bestrafung der bösen Königin. Sie muss in diesen glühenden Eisenschuhen tanzen, bis sie tod zur Erde fällt. Ouch! Sie hätten sie mit einem Schwert todschlagen können, aber nein, sie muss leiden. Vielleicht gibt es eine Moral hier: Neid (die echte Sünde der Königin) ist kein gutes Ding und man soll ihn vermeiden. Man kann auch nicht Hänsel und Gretel vergessen. Die Hexe wollte sie verzehren, und wie die böse Königin, starb im Feuer ihres eigenen Ofens. Ja, das ist Märchengerechtigkeit, aber noch sehr gruselig!

Bibliograph

Die Brüder Grimm.“ Planet Wissen. DWR, SWD und ARD – alpha, 2015. Web. 4 Feb. 2015.

Gebrüder Grimm/ Brüder Grimm.“ Dieter Wunderlich: Buch- und Filmtipps. Dieter Wunderlich, 2012. Web. 4 Feb. 2015.

Schumann, Willy, ed. Grimms Märchen – Grimm´s Fairy Tales. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, Insel Verlag, 1982. Print.

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